La Pura Vida: Mein kleines Reisetagebuch

Auch wenn es eher unbeabsichtigt war, aber dieses Lebensgefühl "La Pura Vida" zieht sich durch unsere ganze Reise. Angefangen in der spanischsten, amerikanischen Stadt aller Zeiten, Miami, dann durch Nicaragua, Costa Rica & Panama (wo dieser Spruch einfach überall gelebt wird), bis hin zu unserem Stopover in Madrid. Die einzelnen Orte hätten thematisch nicht besser gewählt werden können!! La Pura Vida - das pure Leben, das wir auf unserer Reise einfach genießen und alles ein bisschen langsamer angehen lassen. Und damit ich bei all den Eindrücken auch nicht den Überblick verliere, gibt es hier meine persönliche Reisetagebuch von 4 Wochen LA PURA VIDA in Mittelamerika!


Auf geht's, Abenteuer!

Und so fing unsere Reise an: Ich hatte einen Tag zuvor meinen letzten Arbeitstag in der alten Firma & Gregor hatte sich noch eine schöne Erkältung eingefangen. Aber was soll's, das Abenteuer wartete auf uns! Immerhin war es für uns beide das erste Mal Mittelamerika und wir wussten nicht genau, worauf wir uns hier einlassen. Mit dabei hatten wir tausend Ideen, was wir alles machen wollen und einen ganz groben Plan, der aber mit Sicherheit immer wieder umgeworfen werden würde. Mit etwas wackeligen Knien ging es dann zum Münchener Flughafen, von wo aus wir mit American Airlines über Philadelphia nach Miami starteten. Vamos!


Welcome to Miami!

Während unserer 2 Tage in Miami kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: der Ocean Drive ist wohl die verrückteste Straße, die ich je gesehen habe! Oberkörperfreie Männer, die mit ohrenbetäubenden Lautsprechern Runde für Runde mit ihrem Motorrad drehen, halbnackte & hochgepushte Schickimicki-Frauen und partywütige Spring-Break-Studenten! Ganz Miami Beach ist ein einziges Schauspiel ;) Und auch gerade an diesen Tagen war wegen eines großen Festivals jede Menge in der Stadt los, sodass wir aufgrund der Menschenmassen, Staus etc. alles ein bisschen ruhiger angehen lassen mussten. Aber zumindest gab es ein Wiedersehen mit einer alten Freundin und eine tolle Partynacht im Trendviertel Wynwood. Mein Fazit zu Miami: Zumindest South Beach ist echt verrückt, teuer, aber auch sehr schön. Überall merkt man den hispanischen Einfluss (Spanisch ist gefühlt die wichtigste Sprache) und die kuriosen Einstellungen und Denkweisen der Amerikaner! Da reichen schon 10 Minuten am Ocean Drive ;)


Next Stop Fort Lauderdale

Fort Lauderdale war ehrlich gesagt nicht unsere erste Wahl für die letzte Nacht in Florida, aber die Stadt an sich hat uns echt überrascht. Sie wird auch das "Venedig von Florida" genannt und besteht größtenteils aus kleinen Wasserstraßen. Und genau dort liegen dann auch die millionenschweren Jachten vor den Villen der gut betuchten, pensionierten Einwohner von Fort Lauderdale. Da kommt man aus dem Staunen nur schwer heraus... so viele Luxusobjekte in einer Stadt! Tja, und kurz darauf ging unser Flieger nach Managua, Nicaragua - einmal Kontrastprogramm, bitte!!


Ometepe: Insel-Abenteuer in Nicaragua

Nach einer kurzen Nacht in Managua (eine typische Großstadt in Mittelamerika, die man ruhig skippen kann) ging es mit dem Bus und der Fähre weiter nach Ometepe, der größten Insel im Nicaraguasee. Hier konnten wir den atemberaubenden Blick auf die beiden Vulkane von unserem Hotelpool aus genießen und uns auf die Besteigung des 1.394 m hohen, kleineren Vulkan Maderas vorbereiten. Noch mehr Eindrücke und Erfahrungen hierzu gibt es in meinem Blogartikel zu Ometepe. Auf jeden Fall war es eine super Einstimmung auf Nicaragua und den Rest der Reise!

 


San Juan del Sur: Beach & Party!

Nach einer Nacht in San Jorge ging es dann weiter nach San Juan del Sur. Der Bade- & Partyort an der Pazifikküste von Nicaragua ist ein beliebtes Ziel, sowohl für einheimische Urlauber als auch für Backpacker aus aller Welt. In der Stadt gibt es eine Vielzahl an süßen, kleinen Cafés und Bars, in denen man es sich gut gehen lassen kann. Meine Empfehlung: das Barrio Café - mega leckeres Essen und gute Atmosphäre unter nicaraguanischer Leitung. Die Stadt bietet sich vor allem für ein paar gechillte Tage am Strand oder zum Surfen an und war für uns eine gute Erholung, bevor es nach Costa Rica ging. 2-3 Tage haben uns auch gereicht...


Der Dschungel von Guanacaste

Und dann ging es über die Grenze von Nicaragua nach Costa Rica! Unser erster Stopp war Liberia, wo wir unseren schnuckeligen Mietwagen abholten, der uns von dort aus durch das ganze Land gebracht hat. Mit ihm erreichten wir den Nationalpark Rincón de la Vieja inklusive Miniatur-Vulkan, Schwefellagune und brodelnden Schlammquellen, gefolgt  vom strahlend blauen Wasser des Rio Celeste im Tenorio Nationalpark und dem touristischen Ort Fortuna rund um den Vulkan Arenal. Unterwegs mussten wir so einige Schotterpisten und schlammige Wege meistern, die es aber immer absolut Wert waren. Costa Rica zeigte uns dort seine farbenfrohe, vielfältige Seite. Ich kann euch versichern, dass ich vorher noch nie so bunte und außergewöhnliche Vögel, Frösche, Schmetterlinge und Pflanzen gesehen habe - der Wahnsinn! Unser erster Eindruck von Costa Rica war also auf jeden Fall sehr positiv: jede Menge einzigartiger Naturschauspiele, nette Menschen, aber auch recht touristisch! 


Das Valle Central & das Orosi-Tal

Danach ging es weiter in Richtung San Jose und dem Valle Central (großes Tal) von Costa Rica. Dort befinden sich neben der Hauptstadt auch die nächstgrößeren Städte Alajuela und Cartago, in dessen Nähe wir unsere Unterkünfte hatten. Die Städte an sich kann man eigentlich weg lassen, das Besondere hierbei waren wirklich die Berge und der Blick auf dieses riesige Tal. An dessen Hängen liegen mit die höchsten Vulkane von Costa Rica, wie z.B. der Poas und der Irazu, die wir beide angeschaut haben. Beide Vulkane sind sehr touristisch und man kann sie gediegen mit dem Auto erreichen. Unsere Vulkan-Checkliste konnte also ohne weitere Mühen abgehakt werden ;) 


Puerto Viejo: Die Karibik-küste von Costa Rica

Unsere letzte Station in Costa Rica war die lang ersehnte Karibikküste!! Sie war durch die ganzen karibischen Einflüsse doch ganz anders als das bisherige Land und hat uns aber auch gleich mitgerissen. Hier erholten wir uns ein bisschen und genossen die schönen Strände, den tiefen Dschungel und das karibische Flair. Mein Highlight war der Besuch im Jaguar Rescue Center, in dem verletzte Tiere aufgenommen und wieder aufgepeppelt wurden. So konnten wir auch das erste Mal Faultiere in freier Natur sehen! So süß ;)


Panama City: Das neue Miami

Von Puerto Viejo in Costa Rica ging es dann auf lange Reise: Mit Bus & Taxi fuhren wir nach Changuinola in Panama, von wo aus unser Nachtbus nach Panama City startete. 11 Stunden später erreichten wir jedoch keine dreckige Hauptstadt, so wie wir es aus Mittelamerika kannten, sondern eine moderne Stadt voller Hochhäuser, Boutique-Hotels & Shopping-Malls. Noch dazu gab es viel zu sehen: der unglaublich große Panama-Kanal, die Flaminco-Inseln, die Altstadt mit seinen restaurierten Häusern & mediterranem Flair... Panama City hat uns echt überrascht! 


Unser Paradies: die San Blas Islands

Ganz klar: der Touri-Hotspot von Panama ist definitiv Bocas del Toro. Wir standen auch vor der Entscheidung dort hin zu fahren und haben uns dann aber für die San Blas Islands entschieden. Und es war die absolut richtige Entscheidung und eines unserer absoluten Highlights der ganzen Pura Vida-Reise! Von Panama City aus sind wir 3-4 Stunden an die Karibik-Küste gefahren, um dort im Paradies für 2 Tage zu segeln. Einsame Inseln, glasklares, türkises Wasser und eine tolle Unterwasserwelt wartete auf uns. Und das Beste: Die ganzen 365 Inseln und ein Teil des Landes gehören zum Nationalpark der Guna Yala - einem alten Volksstamm aus Panama, welches dort noch immer lebt und geachtet wird. Es gibt klare Regeln und es erfolgt alles in Abstimmung mit dem Volk. Daumen hoch für diese Tradition & die atemberaubenden Inseln!


Letzter Stop(over): Madrid!

Nach den traumhaften San Blas Islands ging es dann wieder zurück nach Panama City, von wo aus am nächsten Tag unser Flieger zurück ging. Hier hatten wir noch einen Stopover in Madrid eingeplant, bei dem wir uns noch einen kurzen Eindruck von der Stadt machen konnten. Gesagt, getan: 7-8 Stunden reichen vollkommen, um den königlichen Palast, die San Francisco Basilika... zu sehen und sich ein leckeres Mittagessen mit vielen kleinen Tapas zu gönnen. Und danach darf es auch gerne noch eine kleine Shopping-Tour durch die Innenstadt von Spaniens Hauptstadt geben. Echt lohnenswert, sehr schön & vor allem lecker... Und das Pura Vida-Lebensgefühl gab es kostenlos dazu. Was für ein toller Abschluss einer beeindruckenden Reise! 


Adios Pura Vida... schön war's!!

Inzwischen sind wir wieder in München gelandet und konnten unsere ganzen Erinnerungen und Gedanken ein bisschen ordnen. Eins ist aber sicher: Mittelamerika hat uns mehr als positiv überrascht! Warum? Es war vor allem viel sicherer, als wir gedacht haben und diese einmalige, wunderschöne Natur hat uns einfach nur beeindruckt! Ich hoffe sehr, dass sich vor allem Costa Rica zukünftig mehr für den Schutz von Tieren und Pflanzen einsetzt und der Tourismus die Länder hierbei unterstützt!!


Unsere Route - einmal von Managua nach Panama City, bitte!

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Kommentare: 3
  • #1

    Carmen (Mittwoch, 20 Juli 2016 15:16)

    Hallo Maria :) in ein paar wochen steht für mich auch eine reise von managua bis panama city an, ich freue mich schon riesig! mich würde nur interessieren, wie lange ihr auf der strecke unterwegs wart? wieviele tage habt ihr jeweils in den ländern nicaragua, costa rica und panama verbracht? liebe grüsse,
    carmen

  • #2

    Maria von Fernwehzauber (Donnerstag, 21 Juli 2016)

    Liebe Carmen,

    wohooo, sehr schön! Ich würde auch jederzeit wieder zurück. ;)
    Insgesamt waren wir etwas mehr als 3 Wochen in Mittelamerika unterwegs: 5-6 Tage Nicaragua, 2 Wochen Costa Rica, 3 Tage Panama. Ich Nachhinein wäre ich gerne noch etwas länger Nicaragua geblieben, weil es da auch noch einiges zu sehen gibt & es noch nicht so touristisch ist - vor allem im Vergleich zu Costa Rica. Aber leider gibt es in CR auch sooo viel zu sehen ;) Von Panama haben wir ja im Endeffekt nur die San Blas Islands und Panama City gesehen, was auch absolute Highlights waren!!

    Wie sieht denn deine Planung bisher aus?
    Allerliebste Grüße
    Maria von fernwehzauber

  • #3

    Carmen (Montag, 25 Juli 2016 17:40)

    Ich und mein Freund haben auch (nur) drei Wochen zur Verfügung... wir wollen sicher eine Woche in Nicaragua verbringen (Léon, Granada, Ometepe), dann in Costa Rica in einen Nationalpark (wir wissen aber noch nicht welchen, am liebsten Corcovado) und in Panama auf die San Blas Inseln. Hast du denn alles per Bus gemacht oder bist du auch einmal eine Strecke geflogen? Und habt ihr spontan Unterkünfte gesucht oder einiges vorgebucht? Vielen vielen Dank für deine Tipps =)