Phu Quoc - Trauminsel & Großbaustelle

Phu Quoc - die größte Insel von Vietnam hat uns wirklich überrascht - mit absoluten Traumstränden, netten Einheimischen, einem ausgestorbenen "Disneyland" und riesigen Großbaustellen! Auf kaum einer anderen Insel habe ich so viel gerodete Fläche und Bagger gesehen - und das obwohl die Insel auch so schon perfekt ist für Erholungssuchende und Landentdecker. Ursprünglich wollten wir nur ein paar Tage hier verbringen - am Ende ist fast eine Woche daraus geworden. Aber es lohnt sich auf jeden Fall - schließlich gibt es nichts besseres, als einen Roller zu mieten und eine Insel im Fahrtwind zu erkunden! 


Eine Insel mit vielen Farben

Die nicht einmal 600 km2 große Insel hat doch mehr zu bieten als wir dachten. Touristen haben die Wahl zwischen der belebten Westküste mit ihren Sandstränden und Resortanlagen oder dem doch etwas ruhigeren weißen Traumstränden an der Süd-Ostküste inklusive klarem, türkisfarbenen Wasser. Das Innere der Insel besticht dafür mit einem saftigen Grün des Urwaldes, der 2001 zum Nationalpark ernannt wurde und zahlreiche Pfefferplantagen beinhaltet. Um dahin zu kommen, muss man jedoch immer mal wieder rote und staubige Sandwege in Kauf nehmen, da noch nicht alle Straßen komplett ausgebaut wurden. Und wem das noch nicht genug Farbe ist, der kann im Norden und Süden der Insel die Unterwasserwelt und die bunten Korallenriffe bei Schnorcheln erkunden. 


Eine Woche ohne Langeweile

Auch auf einer Insel muss es zwangsläufig nicht langweilig werden. Hier sind meine Empfehlungen für unvergessliche Tage:

  • mit dem Roller durch den Urwald fahren 
  • Tagesausflug zum Sao Beach (Übernachtung unnötig)
  • Abendessen auf dem Night Market von Duong Dong
  • Squid-Fischen nach dem Sonnenuntergang (John Tours)
  • Sea-Urgin probieren (Barbecue ist viel besser als roh!)
  • Tauchen und Schnorcheln auf den Süd-Inseln (Tauchgänge gerne auch bei Einheimischen buchen)

Das neue Phuket von Vietnam

So traumhaft, wie die Insel auch ist... ein Punkt trübt ein wenig die Idylle. Der Tourismus auf der Insel soll laut Regierung in den kommenden Jahren enorm wachsen und dafür müssen natürlich die passenden Sterne-Resorts und Vergnügungsmöglichkeiten geschaffen werden. Das bedeutet aktuell, dass man alle paar Kilometer gerodete Flächen, Bagger und Bauzäune mit Plakaten von riesigen neuen Resortanlagen sehen kann. Die Natur verändert sich hierbei nachhaltig... aber hoffentlich auch zum Vorteil der Einheimischen, die auf diese Weise eine neue Einahmequelle finden und ihre dennoch Kultur weiter so ausüben können. Mal schauen, wie es in ein paar Jahren aussieht... ein zweites Phuket brauchen wir hier aber bestimmt nicht!


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